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Zweiter Sieg für Jenaer Staffel X-Runners und ein Hitzerekord

43 Staffeln beim 8. Schiller-Staffel-Lauf im Dreieck Rudolstadt, Jena, Weimar
Der 8. Schiller-Staffel-Lauf am 27.08.16 wird in die Geschichte als der mit einem Hitzerekord eingehen. Bis zum Beginn sah es auch noch nach einer weiteren Steigerung der Teilnehmerzahl aus. Aber von den gemeldeten 46 Staffeln, darunter waren mehr als 20 aus dem hiesigen Landeskreis und aus Thüringen, sowie Staffeln aus Jena. Gerlingen (Baden-Württemberg), Frankfurt/O. und Chemnitz, blieben am Ende noch 43 übrig.

Am Samstagmorgen um 7 Uhr schickte Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl (BfR) vom Marktplatz aus die 43 Startläufer auf die erste von sieben Etappen zwischen 9,8 und 17,4 km im Dreieck Rudolstadt, Jena, Weimar. Auch wenn die Strecke mit 89 Kilometern gegenüber 105 km aus dem Vorjahr verkürzt worden war, blieb sie nicht weniger anspruchsvoll. Die Staffeln hatten insgesamt 1.800 Höhenmeter zu bewältigen, wobei die erste Wegstrecke bis zum Schauenforst mit 437m die steilste war. Der Lauf führte durch eine abwechslungsreiche, geschichtsträchtige Landschaft über Wald- und Feldwege, aber auch Straßen zwischen den drei "Schiller-Städten" Rudolstadt, Jena und Weimar.

Der Tenor von Läufern und Radbegleitern am Schluss einhellig: Das war aufgrund der Temperaturen brutal anstrengend. Aber es gab auch großes Lob für die Organisatoren, die das Laufevent mit viel Herzblut vorbereitet hatten und durchführten.

Carsten Sprenger, Vorstand der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt, die als Hauptsponsor der Traditionsveranstaltung auftrat, ließ es sich auch diesmal nicht nehmen, die Laufschuhe zu schnüren. Er war auf der 4. Etappe von Magdala bis Weimar-Belvedere 1:11:45 Stunden unterwegs und stöhnte vor allem über den Schlussanstieg zum Schloss Belvedere. RUWO-Geschäftsführer Jens Adloff war ebenfalls einer der prominenten Läufer des Tages.

Aber, und das beeindruckte nicht nur die Cheforganisatorin Anja Volkmar, Sachgebietsleiterin Sport in der Stadtverwaltung - sie wurde vom LAC Rudolstadt und dabei besonders von Jürgen Klöpfel unterstützt - alle bewältigten die Anstrengungen und konnten die Staffelstäbe bis ins Ziel übergeben. Am schnellsten waren in der Kategorie Männer die "X-Runners" aus Jena unterwegs. Bei exakt 05:58:42 Stunden blieb die Uhr nach dem Zielläufer stehen. "Wir sind nach Rudolstadt gekommen, um zu gewinnen und wir freuen uns, dass das geklappt hat", sagte Schlussläufer Florian Lecht, derzeit Referendar in einem Hermsdorfer Gymnasium. Es spricht für die Ausgeglichenheit der Siegermannschaft, dass sie auf fünf der sieben Etappen jeweils die schnellste Zeit erreichte. Und es war nach 2012 der zweite Triumph für die Zeiss-Städter.

Knapp zehn Minuten nach den X-Runners kam mit "Speedy’s Sport Schart", die den Lauf bei den Männern 2014 und 2015 gewann, die erste einheimische Staffel auf dem Markt an. Die Läufer aus Rudolstadt hatten den Jenaern einen harten Kampf geliefert und lagen bis zum fünften Wechsel nicht mehr als fünf Minuten zurück. Deutlicher war da schon der Rückstand vom Lauf Express Rudolstadt (3.), bei dem die Uhr vom Laufservice Jena, der wiederum für die exakte Zeitmessung sorgte, bei 07:09:21 Stunden stehen bleib.

Insgesamt 28 Männerstaffeln nahmen teil, wobei die meisten nicht mit dem Anspruch angetreten waren, um vordere Ränge mitzulaufen.

Beste der zehn Mix-Staffeln - hier mussten mindestens drei Frauen dabei sein - wurde mit der fast schon sensationellen Zeit von 06:51:15 "Speedy’s Sport Schart Mix". Nur sieben Minuten später erreichten "Die Kilometerfresser" aus Jena den Silberrang. Platz drei ging nach 07:38:40 an "X-Runners Mix 1" aus Jena.

Fünf Mannschaften traten als reine Frauenstaffeln an. Hier ging der Sieg nach Baden-Württemberg, von wo der Schabenpfeil (SV Sillenbuch) angereist war. Die Siegerzeit war 08:41:58 Stunden. Nach 08.58:14 sicherten sich die Jenaer Copacabana-Läuferinnen Platz zwei. Acht Minuten darauf schafften die LAC Glitzerflitzer aus Rudolstadt noch einen Podestplatz.

Auch diesmal fand im Rahmen des Schiller-Staffel-Laufs auf dem Marktplatz am Nachmittag ein Familiensportfest statt. Die Versorgung war gesichert und für lockere Muskeln sorgten Physiotherapeuten aus dem Saalemaxx.

Rudolstadts Stadtoberhaupt würdigte zur Siegerehrung, die diesmal auf dem Markt stattfand, die Leistungen aller Teilnehmer und führte gemeinsam mit Carsten Sprenger und Christian Engel (Vertriebsleiter der EVR) die Auszeichnungen durch. Auch die Radbegleiter wurden nicht vergessen. Die Staffel "Speedys Sport Schart" durfte sich doch noch über einen 1. Platz freuen. Denn sie erreichte in der Gesamtwertung des Staffel-Cups, der aus der Saale Horizontale, dem Fichtelberg- und dem Schiller-Staffel-Lauf bestand, den 1. Platz.

Reichl dankte auch allen Helfern im Team von Anja Volkmar, den Verantwortlichen für das Familiensportfest sowie den zahlreichen Sponsoren, der Polizei und dem DRK Rudolstadt. Dass es eine neunte Auflage des Schiller-Staffel-Laufs geben wird, ist unstrittig. Wann die 2017 sein wird, ist aber noch nicht entschieden.

Hartmut Gerlach